Wie mutig bist Du?

Wie mutig bist Du?

Was ist eigentlich Mut? Fallschirm springen? Bungee jumping? Angst gehört scheinbar dazu. Wir verbinden Mut mit heldenhaftem Verhalten. Es gibt aber auch eine andere Art von Mut: Alltagsmut. Das ist nicht weniger aufregend als bungee jumping.

Zwei kleine Geschichten dazu:

1. Der Speaker

Ein berühmter Speaker, der eine Masterclass of Personality bietet, hat etwa folgendes gesagt: Wenn ich ein negatives Feedback von einem Teilnehmer erhalte, nehme ich mir anschließend 5 Tage Coaching, damit das nicht noch einmal geschieht. Wow! Das ist echt krass. Wer beeinflusst denn da wen? Der tanzt nach der Pfeife seiner Teilnehmer. Zusätzlich spricht er davon, beim Präsentieren seine eigene Verletzlichkeit zu zeigen. Wie bitte? Er benutzt seine Verletzlichkeit für perfekte Präsentationen? Muss extrem anstrengend sein, so perfekt zu leben.

2. Der Lehrer

Einer meiner Lehrer hat einmal heftiges Feedback von den Teilnehmern einer Gruppe erhalten. Er hat seine Verletzlichkeit gezeigt und vor der Gruppe geweint. Nicht, um perfekt zu sein. Das war seine innere Wahrheit. Ich konnte seinen Schmerz richtig mitfühlen und habe mich in diesem Augenblick sehr mit ihm verbunden gefühlt. Dann geschah etwas magisches. Aus dieser scheinbar verfahrenen Situation hat die Gruppe etwas Neues ausprobiert. Und gelernt. Ungeplant und lebendig.

Terminator oder Schindlers Liste?

Warum erzähle ich diese Geschichten? Die erste Art der Präsentation füllt Hallen. Sie kommt mit einem lauten Krawumm daher. Wie der Terminator. Unmenschlich, perfekt, gnadenlos. Hasta la vista baby. Die zweite Art ist leise, zutiefst berührend, menschlich. Schindlers Liste. Die erste Version suggeriert Dir, dass Du erst eine Masterclass besuchen musst, um perfekt zu sein. Die zweite Version sagt Dir, dass Du nichts dafür tun musst, so zu sein wie Du bist. Du bist schon perfekt. Verkauft sich nur nicht so gut. Braucht aber jede Menge Alltagsmut. Mir vorzustellen, vor einer Gruppe zu weinen, macht mir heftig Angst. Dir auch?

Und Du?

Wie sieht es mit Deiner eigenen Angst aus? Riskierst Du es, bei Deiner Wahrheit zu bleiben, auch wenn Du verletzt werden kannst? Bist Du mutig genug “Ich verstehe nicht” zu sagen, wenn Du ziemlich sicher bist, dass alle anderen um Dich herum es kapiert haben? Bittest Du um das, was Du brauchst?

Alltagsmut ist: Offen zu sagen, was Du denkst, indem Du aussprichst, was Dir auf dem Herzen liegt.

Ich glaube, etwas mehr Alltagsmut würde uns allen gut tun. Statt untoter Perfektion lieber unperfekte Lebendigkeit. Was meinst Du?

Möchtest Du Deinen eigenen Alltagsmut trainieren? Im myWay-Training lernst Du, für Deine Wahrheit einzustehen.