Was tun bei Frust im Job?

Was tun bei Frust im Job?

Frust im Job ist ätzend. Klagen und nichts tun hilft aber nicht. Drei ganz einfache Schritte helfen Dir, mit Frust im Job hilfreich umzugehen:

1. Sei frustriert und genieße Deinen Frust

Hört sich komisch an, oder? Den Frust genießen? Ja, genau darum geht es zunächst. Der Frust macht Dich auf etwas aufmerksam. Wenn Du den Frust so schnell wie möglich los werden willst, übersiehst Du worauf er Dich aufmerksam macht. Nimm den Frust als Hinweis und frag Dich: Was genau frustriert mich?
Mach es Dir nicht zu leicht mit der Antwort. Der Chef frustriert Dich? Okay. Was genau frustriert Dich am Chef? Gibt er Dir zu wenig Aufmerksamkeit? Oder kontrolliert er zu viel? Gibt er unklare Vorgaben? Oder verlangt er zu viel?
Lass Dir Zeit mit Deinen Antworten. Guck Dir Deinen Frust genau an und schreib Deine Antworten auf.

2. Erträume Deine Zukunft

Träum gnadenlos drauf zu. Ignoriere alle Einwände gegen Deinen Traum. Er darf unrealistisch sein. Später ist genug Zeit, das realistische daraus zu filtern. Such Dir einen festen Zeitpunkt in der Zukunft. Beispielsweise in 5 Jahren oder wenn Du in Rente gehst. Mach Dir ein ganz konkretes Bild von diesem Zeitpunkt. Wo bist Du dann? Wer ist um Dich herum? Was siehst Du? Wenn andere Menschen anwesend sind, was sagen sie zu Dir? Was sagen sie untereinander? Was riechst Du?
Lass Dir auch dafür Zeit und fühle Dich ganz in den Traum ein. Stell Dir vor, dass Du Deinen Traum schon eine ganze weile erlebt hast und fühle Dich auch dann darin ein. Verändere den Traum so, dass Du Dich glücklich fühlst.
Beispielsweise kann es sein, dass Du Dich in einem Porsche siehst. Wenn Du Dich darin einfühlst, den Porsche schon eine ganze Weile gefahren zu haben, fühlt sich das vielleicht nicht mehr so wichtig an. Frag Dich dann, was Dir in Deinem Traum wichtig ist. Vielleicht ist es jetzt, etwas in Deiner Firma verändert zu haben. Oder das Wohlwollen Deiner Arbeitskollegen. Mach den Traum so plastisch wie möglich und schreib ihn Dir auf (ganz wichtig).

3. Sorg für Dich in einfachen Schritten

Du kennst Deinen Traum und Du weißt, was Dich frustriert. Stell Dir jetzt die Frage, was Du brauchst, um im Job zufrieden zu sein? Mach nicht zu viel und schreib Dir 1-2 ganz einfache Dinge auf. Schreib nur solche Dinge auf, die Du selbst beeinflussen kannst und die Du auch in kurzer Zeit erreichen kannst (also kein Hotel auf dem Mars). Dann sorg für Dich. Setzt es sofort um! Warte nicht!
Du kannst zu Deinem Chef gehen und um ein Feedback Gespräch bitten. Oder um eine Lohnerhöhung. Du kannst die Kollegen fragen, ob sie mit Dir essen gehen.
Wenn Du es getan hast, nimm wahr, wie sich Dein Job verändert hat. Dabei ist es nicht wichtig, dass der Job schon perfekt ist. Selbst wenn der Frust nur ein Gramm weniger ist, ist das schon eine Verbesserung. Oder?

Du kannst ja noch mal wieder von vorne anfangen und noch ein Gramm Frust abbauen. Natürlich gibt es Kontexte, die so „schlimm“ sind, dass das nicht funktioniert. Dann bleibt immer noch die Suche nach einem neuen Job. Auch dabei hilft es Dir, wenn Du Deinen Traum kennst und weißt, was Du brauchst.

Möchtest Du noch mehr Einfluß auf Deinen Job nehmen, melde Dich zu unserem myWay-Training an.

2 thoughts on “Was tun bei Frust im Job?

  • 11. August 2016 at 13:51
    Permalink

    Liebe Catherine,

    danke für Deinen Kommentar. Gerne würde ich über Scrum auch mal etwas schreiben. Allerdings bin ich da etwas kritischer…

    Liebe Grüße
    Andreas

  • 11. August 2016 at 13:33
    Permalink

    Hallo Doris und Andreas,

    ich finde Eure Idee rund um zufriedenes Arbeiten zu coachen sehr gut und ich denke es passt wunderbar in die heutige Zeit der Veränderungen in Organisationen und kann jeden Einzelnen dabei unterstützen seinen eigenen Weg eben „myWay“ zu gehen und sich selbst dabei wieder zu finden. In meiner Rolle als SCRUM Master gestalte ich auch die Rahmenbedingungen für effektives und gesundes Arbeiten in IT-Projekten mit. Eure Themen passen sehr gut in meine Arbeit mit Projektteams und ich freue mich auf die ergänzende Bereicherung in Euren Newslettern.

    Vielen Dank und herzliche Grüße aus Nürnberg!

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